Wandelt mit uns durch die Festetage im Residenzschloss.
Was trug der Herrscher von Welt auf VIP-Partys, wenn er Macht demonstrieren, Gäste beeindrucken und nebenbei Geschichte schreiben wollte? Richtig: Goldmaske, Krone, Pelz sowie eine ordentliche Portion Glanz und Gloria!
Im Mai heißt es darum: Krönchen richten und hereinspaziert in die frisch erstrahlte Festetage des Dresdner Schlosses. Wir entführen Dich in eine Welt, in der Selbstinszenierung und Pracht kein Zufall waren, sondern Strategie.
August der Starke wusste sich in Szene zu setzen. Mit 27 Jahren entwarf er sein hermelingesäumtes Krönungsoutfit samt Harnisch kurzerhand selbst. Und für den Besuch des dänischen Königs ließ er sich ein paar Jahre später mal eben eine vergoldete Sonnenmaske mit seinen ganz persönlichen Gesichtszügen anfertigen – quasi maßgeschneidertes Charisma und beeindruckende Zeugnisse jener legendären Hoffeste, bei denen Dresden für Tage zur Bühne Europas wurde.
Auch sein Sohn, Friedrich August II., verstand sich auf große Auftritte: Für seine Brautfahrt zur Kaisertochter erschien er in Wien in einem rotsamtenen Schlitten, bescheiden geschmückt mit rund 500 klingenden Schellen. Dezente Zurückhaltung? Eher nicht die Stärke der sächsischen Herrschaften.
Komm also mit auf eine schillernde Zeitreise und entdecke mit uns, wie eng damals Party und Politik miteinander tanzten. Herrschaftsinszenierung war schließlich das schärfste (und kostspielige) Schwert der (Dresdner) Diplomatie. Und wir haben dafür einen ganz besonderen Gastgeber: Marius Winzeler, Direktor der Rüstkammer und des Grünen Gewölbes.